Was bei der Planung eines Hyper-V-Backups zu beachten ist
1. Planung eines Hyper-V-Backups
Bei der Planung eines Backups sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:
- Eine möglichst effektive Nutzung des Speicherplatzes bei der Sicherung von Gastsystemen
- Das verfügbare Zeitfenster für das Backup und damit zusammenhängende Einschränkungen
- Wiederherstellungsoptionen Ihres Backups
- Ohne "Hyper-V Integration Services" erhalten sie lediglich ein absturzkonsistentes Backup der VM, aber kein anwendungskonsistentes Backup.
- Wenn Sie möchten, dass die Gastmaschinen über das Backup informiert sind, sollten Sie stets den Hyper-V-VSS-Writer nutzen. Dies ist wichtig - insbesondere für Gastanwendungen wie Exchange, die in das Backup einbezogen werden müssen.
- Sichern Sie das gesamte Host-Volume, welches die Dateien der Gast-VHD enthält. Volume-basierte Backups lassen sich schneller und zuverlässiger durchführen.
Folgende Aspekte sind bei den Addons zu beachten:
- Mit dem "Hyper-V Advanced Add-on" lassen sich Dateien innerhalb eines Gastsystems wiederherstellen.
- Die Wiederherstellungskonsole von BackupAssist kann gesamte Gastmaschinen bzw. Dateien, die sich auf dem Host befinden, wiederherstellen
- Backup-Redundanz durch den Einsatz von lokalen und Offsite-Backups
- Nutzung einer Basislizenz für jeden Host (BackupAssist benötigt lediglich eine Lizenz pro Host, um alle Gastmaschinen zu sichern und Backup von Host und Gastsystem in einem Schritt zu erstellen)
- Hyper-V-Gastmaschinen erlangen ohne installierte "Hyper-V-Integration Services" keine Kenntnis davon, dass gerade ein Backup durchgeführt wird.
Bei der Implementierung einer Hyper-V-Backup-Lösung müssen drei Aspekte berücksichtigt werden:
- Was möchten Sie sichern?
- Wie möchten Sie es sichern?
- Auf welches Backup-Ziel möchten Sie sichern?
In diesem Abschnitt erhalten Sie Best-Practices für eine Hyper-V-Backup-Implementierung mit BackupAssist.
2. Planung eines Hyper-V-Backups
Best Practices für Hosts
- Die Host-Maschine sollte sich nicht in der gleichen Domäne befinden wie die Gastmaschinen
- Weisen Sie dem Host-Server ausschließlich die Hyper-V-Rolle zu
- Unabhängig vom Backup-Ziel empfehlen wir Ihnen, eine Hardwarelösung zur Verschlüsselung zu nutzen
Best Practices für Gastmaschinen
- Verwenden Sie keine Pass-Through-Festplatten
- Nutzen Sie Basis-Datenträger, da dynamische Datenträger nicht vom Hyper-V-VSS-Writer unterstützt werden
Wichtig: Es geht hier nicht um dynamisch wachsende Datenträger, sondern das Konfigurationsschema des Datenträgers innerhalb der virtuellen Maschine.
- Wählen Sie für Gastmaschinen ein festes VHD-Format aus
- Führen Sie auf Gastmaschinen keine Hyper-V-Prüfpunkte aus. Beim Backup wird ein VSS-Schnappschuss erstellt. Dieser ist für die Erzeugung einer konsistenten Sicherungskopie völlig ausreichend. Hyper-V-Schnappschüsse hingegen erschweren die Wiederherstellung.
- Weisen Sie jeder Gastmaschine nur eine Rollte zu (z.B. einen Exchange-Server einer Gastmaschine und einen Dateiserver einer anderen Gastmaschine)
- Aktivieren Sie die Integrationsdienste für Backups
Best Practices für das Speichern von Host-Daten
- Speichern Sie die Hyper-V-Daten auf separaten Volumes und nicht auf System-Volumes.
- Vermeiden Sie es "andere Daten" auf Hyper-V-Volumes zu speichern
- Sorgen Sie für eine Trennung zwischen wichtigen Gastmaschinen und weniger wichtigen Gastmaschinen sowie anderen Daten.
- Speichern Sie Gastdateien wie VML, VHDs und Prüfpunkte zusammen auf einem Volume.
- Wenn Sie Gastkategorien oder Gastdateien auf mehrere Volumes verteilen, erschweren Sie Backups und Wiederherstellungen.
Weitere Informationen zu Hyper-V-Backups mit BackupAssist finden Sie hier:
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