Best Practices für die Einrichtung von Altaro VM Backup

Best Practices für die Einrichtung von Altaro VM Backup

Diese Best Practice-Anleitung beschreibt die Funktionen von Altaro VM Backup und erläutert deren Verwendung und die optimale Konfiguration. Sie müssen diese an Ihre spezifische Umgebung anpassen, insbesondere abhängig davon, wie viele Ressourcen Ihnen zur Verfügung stehen. Dieser Leitfaden führt Sie durch die wichtigsten Konfigurationen:

Einrichten der VM-Hosts
Mit der 
Altaro VM Backup Management Console können mehrere Hosts in einer Konsole hinzugefügt und verwaltet werden. Diese Hosts müssen sich im selben LAN und an derselben physischen Site (demselben Gebäude/Standort) befinden. Setups mit mehreren physischen Standorten müssen an jedem Standort über eine Installation von Altaro VM Backup verfügen.
Um mehrere Installationen zu verwalten, können Sie die webbasierte "Cloud Management Console" verwenden, mit der Sie diese Altaro VM Backup-Installationen remote überwachen und administrieren können.
Eine einzelne Altaro VM Backup-Instanz kann sowohl Hyper-V- als auch VMware-Hosts sichern.

Altaro VM Backup in 180 Sekunden



Offsite-Kopien
Mit Altaro VM Backup erhalten Sie die Funktionalität einer Offsite Copy Location: eine redundante/sekundäre Kopie Ihrer Backups. Es gibt mehrere Möglichkeiten, dies einzurichten:
  • Sie können ein physisches Laufwerk wählen, welches mit dem Server der Altaro Installation oder des Hosts verbunden ist (Empfehlung: Der Ziel-Speicherort befindet sich in einem anderen Gebäude/Brandabschnitt).
  • Drive Rotation/Swap, mit dem Sie einen Pool von Laufwerken / Netzwerkpfaden einrichten können (Externe Festplatten oder RDX-Kassetten)
  • Ein Netzwerkpfad (nur LAN) oder über eine WAN / VPN / Internetverbindung an einen externen Standort. Dies ist ein ideales Werkzeug für Disaster Recovery-Zwecke. Bitte beachten Sie, dass hierfür der kostenlos in der Lizenz verfügbare Altaro Offsite Server benötigt wird.
  • Backup zu Microsoft Azure oder Wasabi in die Cloud.
Das Einrichten eines externen Kopiestandorts ist genauso wichtig, wie das Einrichten von Sicherungen an einem primären Standort. Abgesehen von dem offensichtlichen Grund, dass Sie wiederherstellbare, redundante Backups-Stände haben, sollten die lokalen Backups aufgrund von Festplattenbeschädigungen oder anderen Festplattenfehlern unbrauchbar werden. Bei einer sekundären Kopie Ihrer Backup-Stände, können Sie auch einen größeren Verlauf für Ihre VM-Backups an Ihrem sekundären Speicherort behalten und bei der Wiederherstellung bei Bedarf weiter zurückgehen.

Deduplizierung
Altaro VM Backup nutzt Augmented In-line Deduplication. Die Aktivierung wird dringend empfohlen und erfolgt über die 'Advanced Settings', da dadurch im Wesentlichen sichergestellt wird, dass alle identischen Datenblöcke über virtuelle Maschinen hinweg nur einmal in das Backup geschrieben werden. Die integrierte Inline-Deduplizierung gestaltet Backups somit wesentlich schlanker und reduziert so den Speicherbedarf sowohl an lokalen als auch an Offsite-Speicherorten massiv.
 
Boot from Backup
Die Funktion 'Boot from Backup' verfügt über zwei Optionen: 'Verification Mode' oder 'Recovery Mode'. Dies ist eine sehr gute Option, um RTOs (Recovery Time Objectives) auf ein Minimum zu reduzieren, da Sie die VM sofort von einem Backup-Speicherort booten und eine Wiederherstellung auch im Hintergrund starten können.
Es ist jedoch sehr wichtig, dass Sie einen schnellen Backup-Speicherort zur Verfügung stellen, der die I/O einer gebooteten VM verarbeiten kann. Bitte beachten Sie, dass nach Abschluss der Wiederherstellung der VM ein Neustart empfohlen wird.

Benachrichtigungen
E-Mail-Benachrichtigungen sind eine einfache und effektive Methode zur Überwachung des Backup-Status, werden aber oft übersehen. Das Einrichten dieser Benachrichtigungen im Menü 'Notifications' verschafft Ihnen einen schnellen Überblick über den Status Ihrer Backup-Aufträge, sodass Sie sich nicht jeden Tag in die Altaro Management-Konsole einloggen müssen, um den Backup-Status zu bestätigen.
Auf diese Weise werden Sie über alle Backup-Fehler informiert und können diese noch vor dem nächsten Backup beheben. Dadurch wird sichergestellt, dass Sie immer über wiederherstellbare Backup-Version verfügen. 
 
Master-Encyption Key
Der Master Encryption Key in Altaro wird verwendet, um die Backups mit AES 256-Bit zu verschlüsseln. Die Funktion wird in den 'Advanced Settings' aktiviert und ist bei den Offsite-Backups standardmäßig eingeschaltet.
Altaro VM Backup benötigt den Master-Key bei der Wiederherstellung von VM oder Dateien. Daher ist es wichtig, sich den Key zu merken oder in einem Passwortmanager zu hinterlegen, da es keine Methode zur Wiederherstellung des Master-Keys gibt.

Scheduled Test Drills
Altaro VM Backup bietet die Möglichkeit, Ihre Backup-Daten manuell oder automatisch zu verifizieren. Auf diese Weise können Sie geplante Verifizierungsjobs ausführen, die die Integrität Ihrer Backups am Backup-Speicherort überprüfen oder vollständige VM-Wiederherstellungen planen, so dass Sie die VM tatsächlich booten und bestätigen können, dass alles wie erwartet funktioniert. 
Die VM wird bei deaktivierter Netzwerkkarte wiederhergestellt, um IP-Konflikte mit der Produktionsmaschine zu vermeiden.
Der Ausfall von Festplatten ist keine Seltenheit, daher wird dringend empfohlen, Restore-Tests zu planen, um die Sicherheit zu erhöhen. Ausführliche Anleitung zur Konfiguration von automatischen 'Verification Tasks'.
 
Andere allgemeine Best Practices
  • Backups und Produktions-VM's sollten nicht auf dem gleichen Laufwerk liegen.
  • Backups sollten nicht auf ein Laufwerk gelegt werden, auf dem das Betriebssystem läuft.
  • Altaro verwendet das Laufwerk, auf dem es installiert ist, als Zwischenspeicher und benötigt nur wenig freien Speicherplatz (je nach Größe der zu sichernden VMs).
  • Halten Sie mindestens 10% des Backup-Speicherplatzes frei.
  • Die Hauptinstallation von Altaro VM Backup sollte nicht auf einem Server installiert werden, der als Domänencontroller (DC) dient.

Best Practices für die Replikation

Altaro VM Backup merkt sich alle Änderungen seit dem letzten Backup und überträgt automatisch alle Blöcke, die sich am Backup-Speicherort geändert haben. Die Auslagerungsdatei ändert sich dadurch häufig und möglicherweise wird es dazu führen, dass Ihre Replikationsaufträge länger dauern. Wenn Sie also die Auslagerungsdatei vom Backup ausschließen, werden weniger Änderungen übertragen, wodurch die Replikationsjobs weniger Zeit in Anspruch nehmen.

Hohe Festplatten-IO- und Hypervisor-Leistung

Die Replikation muss CDP (Continuous Data Protection) aktiv haben, um alle paar Minuten/Stunden ein Backup zu erstellen, denn nur so wird die Replikation ermöglicht. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Sie nur hochfrequente CDP (15 Minuten oder weniger) auf VMs aktivieren sollten, die genau das wirklich benötigen. Dadurch wird sichergestellt, dass die VMs, die gewählte maximale Frequenz erreichen können und um gleichzeitig die Leistung Ihres Hypervisors nicht negativ zu beeinflussen.

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